Wiang Kum Kam und
das Ostufer des Ping Flusses
(Ein Tag)

Wiang Kum Kam
Wiang Kum Kam (wiang gumm gahm) war schon eine Siedlung lange bevor sie die Hauptstadt König Mangrais um 1287-90 wurde. Häufige
Überschwemmung veranlasste Mangrai umzuziehen, aber der Platz blieb während der ganzen Lanna Periode
wichtig. Der Stelle wurde später unter Schlamm begraben als der Fluss während der birmesischen Periode seine Kurs
änderte. Der Bereich wurde in den Achtziger Jahren des letzten Jahrhunderts als historischer Park wieder hergestellt.
Umgeben von Reisfeldern und Dorfhäusern gibt die Gegend einem das Gefühl von ländlichkeit, dennoch ist Chiang Mai sehr
nah. Am besten schaut man sich die Gegend mit dem Fahrrad oder Motorrad an.
Sie können auch auf der Koh Klang Straße am Wat Chedi Liam vorbei zum McKean Institut fahren, oder
folgen Sie dem Fluss nach Ban Pa Dua für eine angenehme ländliche Tour und der Möglichkeit sich
Holzschnitzereien anzuschauen.
Beim Wiang Kum Kam Information Center, Wat Chedi Liam und Wat Chang Kam
können Sie eine Tour mit einer Pferdekutsche (200 Baht pro Wagen pro Fahrt) oder mit einer Tram (20 Plätze, 1-5
Personen 250 Baht, 6-10 Personen, 300 Baht, 11-15 Personen 350 Baht, 16-20 Personen, 400 Baht pro Tram pro Führung)
machen. In dem Info Center können Sie auch Fahrräder mieten (20 Baht) oder Sie können einen Blick in das Wiang Kum
Kam Museum (10 Baht) werfen. Die Touren gehen zu den folgenden Sehenswürdigkeiten aber ohne Wat Sri Bun
Ruang
Standort in Google Maps: Wiang Kum Kam Information Center
Wat Sri Bun Ruang
Standort in Google Maps: Wat Sri Bun Ruang
Der alte Viharn dieses Tempels bekam ein neues Dach und wurde strahlend verziert. Das Resultat ist ein
aufwändiges und sehr buntes Gebäude das Altes mit Neuem mischt.
Wat Chedi Liam
Standort in Google Maps: Wat Chedi Liam
(Koh Klang Straße)
Das Interessante an diesem Tempel ist der um 1286 im Haripunchai Stil gebaute Chedi. Es ist ein
quadratisch abgestufter Chedi mit Buddha Statuen in Nischen auf allen Ebenen.
Der Chedi ist ein Nachbau des Mahapol Chedi im Wat
Chamadevi in Lamphun.
Wat Phra Chao Ong Dam - Phaya Mangrai
Standort in Google Maps: Wat Phra Chao Ong Dam - Phaya Mangrai
Der Tempel bekam den Namen Wat Phra Chao Ong Dam (pra ohng dschau damm), was im nördlichen
Dialekt "Tempel der Schwarzen Buddha Statue" bedeutet, von einer verbrannten Bronze Buddha Statue die dort gefunden
wurde. Der andere Name, Phaya Mangrai (paja mängrai), von Einheimischen vergeben, bezieht sich auf den König
der Wiang Kum Kam gegründet hat.
Das Department of Fine Arts hat den Tempel 1989 - 1990 ausgegraben und restauriert.
Die Überreste der Phra Chao Ong Dam Gruppe bestehen aus einem Viharn, einem Chedi und
quadratischen Fundamenten. Der Viharn wurde in einer rechteckige Form erbaut. Eine Balustrade an der Treppe
vor dem Viharn hat ein Spiral Design aus Stuck genannt "Tua Ngao" (dtua ngau, eine Art Thai dekoratives
Muster). Der Chedi, an der Rückseite des Viharn, wurde als einer eckigen Form mit eingerückten Ecken
auf einem schmucklosen niedrigeren Fundament gebaut. Im Süden vom Viharn stehen 3 rechteckige Fundamente
verbunden durch einen Gang.
Die Überreste der Phaya Mangrai Gruppe im Süden der "Phra Ong Chao Dam" Gruppe, bestehen aus einem
Vorbau des Haupteingangs, einer Mauer, einem Viharn, einem Chedi und einer Ordinierungshalle
(Ubosoth). Der Chedi, an der Rückseite des Viharn, hat einen quadratischen Sockel mit eingerückten
Ecken die eine Reliktenkammer mit einer Nische für eine Buddha Statue in jede Richtung stützen.
Etwa 100 Meter östlich des Denkmals sieht man noch Überreste des alten Ping Flusses, einen Deich und einen
kleinen Pavillon.
Die Denkmäler deuten darauf hin, dass dieser Tempel in der Vergangenheit ein großes Kloster und der wichtigste
Tempel in "Wiang Kum Kam " war. Die meisten Gebäude sind aber mit Erde bedeckt oder wurden völlig
zerstört.
Dieser Tempel wurde zweimal gebaut und datiert auf das 15. bis 17. Jahrhundert.
Wat That Khao
Standort in Google Maps: Wat That Khao
Einheimische, verweisend auf den weißen Chedi, der früher mit Kalk beschichtet gewesen sein muss, haben dem
Tempel den Namen "That Khao" (taht kau). Das Department of Fine Arts hat die Ausgrabungen im Jahr 1985 begonnen und
fand vor dem Chedi einen Viharn. Hinter dem Chedi war ein Gottesdienst Altar. Im Süden des
Viharn wurden Ruinen eines Gebäudes gefunden, es könnte sich um einen Ritual Pavillon handeln. Hinter dem
Ritual Pavillon wurden Teile einer Buddha Statue gefunden. Dieses Statue war aus Backstein und mit Kalk beschichtet.
Die derzeitige Haupt Buddha Statue des Tempels wurde von Einheimischen beigesteuert - sie enthält keines der Teile der
alten Statue. Eine Fak Kham (fack karm) Alphabet Platte aus dem 16. Jahrhundert und Haripunchai Stil Buddha
Amulette aus dem 15. Jahrhundert wurden dort auch gefunden. Es muss noch andere Bauten auf dem Gelände geben,
allerdings kann die Ausgrabung wegen Konflikten über das Eigentum der Grundstücke nicht fortgesetzt werden.
Die Restaurierung wurde im Jahr 1986 vollendet.
Von seiner Architektur wird spekuliert, dass der Tempel um das 16. - 17. Jahrhundert erbaut wurde.
Wat Pu Pia
Standort in Google Maps: Wat Pu Pia
Der
Name "Pu Pia" (pbuh pbia) wurde von Einheimischen vergeben, die offizielle Bezeichnung dieses Tempels erscheint in
keinen historischen Dokumenten. Der Chedi dieses Tempels wurde im nahezu vollständigen Zustand vorgefunden und
war der einzig sichtbare Teil vor der Ausgrabung. Andere Teile waren mit Sträuchern und einem Longan Baum auf einem
Hügel etwa 1,5 bis 1,8 Meter hoch überwachsen.
Das Department of Fine Arts begann die Ausgrabung des Tempels im Jahr 1985 und fand einen Viharn vor dem
Chedi. Beweise zeigen, dass es 2 Gebäude aufeinander gebaut waren. Es gab einen Riten Pavillon nördlich des
Viharn auf einem Fundament aus roten Sandstein Platten. Im Nordosten des Riten Pavillons wurde ein achteckiges
Gebäude mit einem Gottesdienst Altar in der Nähe gefunden. Der Chedi hat ein hohes Fundament, einen Körper mit
4 Nischen für Buddha Statuen auf jeder Seite und einer glockenförmigen Spitze. Jede Nische hat dekorative Stuck Spiral-
und Blumen- Muster.
Die Ausgrabung und Restaurierung wurde im Jahr 1986 beendet, trotz der Ansicht, dass es andere Bauten, wie Mauern
geben muss. Allerdings kann die Ausgrabung wegen Konflikten über das Eigentum der Grundstücke nicht fortgesetzt werden.
Von seiner Architektur her kann davon ausgegangen werden, dass dieser Tempel um das 16. bis 17. Jahrhundert herum
erbaut wurde.
Wat E-Kang
Standort in Google Maps: Wat E-Kang
Das
Gelände von Wat E-Kang (i Kaang) war früher verlassen und überwuchert, bewohnt nur von Affen der
cercotithecidae Art. Kang bedeutet Affe im nördlichen Dialekt, darum nennen die Einheimischen diesen Tempel
Wat E-Kang. Das Department of Fine Arts begann mit der Ausgrabung im Jahr 1985 und fand einen Chedi
hinter einem Viharn nach Norden in Richtung eines Nebenarmes des Ping Flusses ausgerichtet. Später im
Jahr 2003 hat das Ausgrabungsteam Spuren einer Mauer im Westen des Chedis gefunden. Es werden immer noch
ausgegraben. Der Chedi des Wat E-Kang ist noch fast vollständig intakt. Es ist ein glockenförmiger
Chedi auf einem hohen Lotus Sockel mit wulstigen Formen und er befindet sich auf dem gleichen Fundament wie
der Viharn. Der Sockel des Chedis ist breit genug für einen rituellen Rundgang. Vom Viharn
ist nur ein großes Fundament übrig geblieben. Auf dem Boden des Viharns sind noch Spuren von Fundamenten für
16 Pfeiler zu sehen. Es gibt Treppen an Vorderseite und an einer Seite des Viharns mit Nord Spiral Designs
(Tua Ngao, dtua ngou im nördlichen Dialekt).
Eine Studie der Bodenschichten am Wat E-Kang startete die erste Studie über Hochwasser in Wiang Kum
Kam. Es zeigt sich, dass es eine große Flut gab, die verschiedenen Schichten Erde in das Gebiet brachte. Weitere
regelmäßige Überschwemmungen haben auch Schichten aus Sand, Feinsand und Kies hinterlassen. Es wurden dort auch antike
Artefakte aus dem 16. - 17. Jahrhundert, wie zum Beispiel Scherben von Terra-Cotta Produkten aus den San
Kamphaeng und Wiang Kalong Brennöfen gefunden. Die Teile wurden gerieben bis die Kanten glatt wurden und
zwischen den Schichten von Sand und Erde begraben. Es wird geschätzt, dass die Flut, die die Sedimente und antike
Artefakte her brachte im 17. Jahrhundert oder später stattfand.
Von der Architektur und der Tatsache, dass Platten von Fak Kham und Lanna Dhamma Alphabete in der
Gegend gefunden wurden, wird geschätzt, dass dieser Tempel aus dem 16. - 17. Jahrhundert stammt.
Wat Nan Chang
Standort in Google Maps: Wat Nan Chang
Wat Nan Chang (narn tscharng) ist ein Beweis für die Überschwemmungen in der Vergangenheit in Wiang
Kum Kam. Die 1,80 Meter tiefen Sedimentschichten aus Sand und Erde wurden im Jahr 2002 auf 2003 ausgegraben.
Offenbart wurden Ruinen von Gebäuden ähnlich wie in anderen Tempeln in Wiang Kum Kam. Dennoch ist dieser
Tempel anders, denn es wurden 2 Gebäude in 2 verschiedenen Perioden übereinander gebaut.
In der ersten Phase wurden ein Vorbau für das Haupteingangstor und eine Mauer um einen Viharn und einen
Chedi herum errichtet. In der zweiten Phase wurde das Gelände des Tempels erweitert, die Wand an der Rückseite
wurde abgerissen und mehr Gebäude gebaut. Das Ausgrabungsteam hat die Ruinen eines Gebäudes in einer quadratischen Form
mit 4 Bögen und einer Spitze gefunden. Die Treppe des Gebäudes hat Makara Geländer (ein Fabelwesen aus
Krokodil, Delphin und Elefant der ein Naga (Schlange) Kopf aus ihrem Mund heraus strömt). Dieses Gebäude wurde
auf den abgerissen Teil der Mauer aus der ersten Periode gebaut. In der zweiten Phase wurde die Mauer verlängert um die
neuen Gebäude mit zu umschließen.
Dieser Tempel wurde Wat Nan Chang zu Ehren der Vorfahren des Eigentümers des Grundstücks genannt. Eine
interessante Sache an diesem Tempel ist, dass er nach Norden ausgerichtet ist, während andere Tempel nach Osten
ausgerichtet sind. Es wird spekuliert, dass er in Richtung des jetzt ausgetrockneten Ping Flusses gebaut
wurde. Der war zu der Zeit eine Transport- und Reiseroute. Abgesehen von den Makara an der Treppe, wurden noch
andere schöne Stuckarbeiten gefunden wie Fabelwesen wie ein Cantobon (ein chinesisches Fabelwesen aus Drache,
Hirsch, Kuh und Pferd), Haemaraja (ein Fabelwesen aus Löwe und Schwan) und Singha (ein löwenartiges
Fabelwesen). Sie wurden unter der Mitte des Sockels der Haupt Buddha Statue im Viharn gefunden.
Darüber hinaus sind noch einige chinesische Keramiken aus der Ming Dynastie (1368 - 1644) gefunden worden. Diese
wurden an 2 verschiedenen Stellen gefunden. Die an Stelle 1 gefundenen Teile bestehen aus 47 fein säuberlich in einen
Krug gelegten Stücken und absichtlich zwischen dem quadratischen Gebäude und anderen Gebäuden vergraben. Wahrscheinlich
mussten die Leute, die die Stücke vergraben haben, flüchten. Später haben Sedimente von Überschwemmungen den Krug
verdeckt. Eines der Stücke ist vom königlichen Brennofen des Kaisers Tu Wan Li Ming (1573 - 1619). Zu diesem
Zeitpunkt war Chiang Mai unter birmesischer Herrschaft. An der anderen Stelle wurden 8 Stücke in Sedimenten in einem
Gebiet nördlich des Tempels gefunden das einmal ein Deich gewesen sein könnte. Diese Keramiken zeugen von den
Beziehungen Wiang Kum Kams zu China und hat Antworten auf viele historische Unsicherheiten über Wiang Kum
Kam gegeben.
Der Tempel ist um das 16. bis 17. Jahrhundert herum erbaut worden.
Wat Chang Kam
Standort in Google Maps: Wat Chang Kam
Es
wird vermutet, dass Wat Chang Kam (tscharng kamm, Elefanten tragen) Wat Kan Thom (garn toom) ist. Es
wurde Kan Thom, nach dem Erbauer diese Tempels, dessen Name in mehreren Legenden und Chroniken auftaucht,
genannt. Nach den Yon (jon) Chroniken ließ Phaya Mangrai den Tempel 1290 bauen. Der Chedi war 18
Meter hoch mit einem 12 Meter breiten Fundament. Er hatte zweistufige Nischen für die 4 Richtungen. In der unteren
Stufe jeder Nische befand sich eine sitzende Buddha Statue, in der oberen befanden sich stehende Statuen von Phra
Mokala, Phra Sarebuth, Indra und die Mutter Göttin. Es gibt einen Bhodi (po) Baum, aber es gibt keine Beweise
dafür, dass dieser Baum der heilige Bhodi Baum, der in den Chroniken erwähnt wird, ist.
Das Department of Fine Arts begann mit der Ausgrabung des Tempels im Jahr 1984 und fand einen Viharn und
einen quadratischen Chedi mit 4 Bögen und einer Spitze auf einem niedrigen Sockel. Terra-Cotta Buddha Platten
im Hariphunchai (harripunntschei) Stil waren rund um das Fundament des Viharns begraben. Der
Viharn und der Chedi wurden wahrscheinlich um das 15. bis 16. Jahrhundert herum gebaut. Außerdem gab
es noch einen anderen glockenförmigen Chedi. Es wird angenommen, dass er von einem birmesischen Wohltäter zur
gleichen Zeit als er Wat Chedi Liam gebaut hat, renoviert wurde. Das Sehenswerte dieses Chedis sind
die hockenden Elefanten die den Sockel des Chedis schultern. Deswegen nennen die Einheimischen diesen Tempel
Wat Chang Kam.
Wichtige antike Artefakte die dort gefunden wurden sind rote Sandstein Platten mit drei Arten von Schriften:
- Mon (Morn) Alphabete von etwa 1207 - 1307
- Mon Alphabete geändert in Thai Alphabete von etwa 1277 - 1317
- Sukhothai und frühe Fak Kham (fack karm) Alphabete von vor 1397
McKean Institut
Standort in Google Maps: McKean Institute
(Koh Klang Straße. Öffnungszeiten: 08:00 - 16:30 Uhr. Telefon: 053817170)
Dieses ehemalige Leprosarium ist ein Rehabilitationszentrum auf einem schönen, ruhigen Gelände am Fluss. Kolonial
Stil Architektur umfasst eine Kirche mit Fliegen Strebepfeilern. Das Institut plant, ein Museum in einem Gebäude zu
öffnen, das zu seinem ursprünglichen Zustand des 19. Jahrhunderts wieder hergestellt wird.
Informationen über das Institut sind im Büro vorhanden.
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